Paulus Fonatsch, 07.05. 2018, 46x38 cm, Aquarellfarbe auf Leinwand

 07.05. 2018, 46x55 cm, Aquarellfarbe auf Leinwand

 07.05. 2018, 46x38 cm, Aquarellfarbe auf Leinwand

Philip Butz, 07.05. 2018, 50x35 cm, Aquarellfarbe auf Papier

30. 4. 2018, 46x38 cm, Bernhard Majcen liest.

 

  1. Seit der Aufklärung könnte man verleitet sein, Wissenschaft mit Intelligenz zu assoziieren.
    Demzufolge wird Kunst und Religion als unintelligent, rückständig, überholt abgewertet und wird bestenfalls ignoriert!

  2. Aber jeder Satz beinhaltet Philosophie, Kunst, Religion! Denn es kann nach dem Was, Wie, Wenn und Warum gefragt werden.

  3. Jeder Satz ist eine seltsame Schleife! Und jede Schleife beinhaltet rekursive selbstähnliche Sätze. Demzufolge wächst sich jeder Satz zur Sprache aus.

  4. Der Anspruch der strengen, präzisen, vermessenden Fragen:
    Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? [B 832/ A 804-B 833/ A 805 (52215)]
    erhält eine Wendung durch die Umformulierung:
    Wann kann ich wissen? Wie soll ich tun? Was darf ich hoffen? Warum ist der Mensch?
    Man lernt durch das tun.

  5. Und doch gibt es eine Leuchtspur: 
    ‚Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind.‘
    Albert Einstein flüchtet nicht ins Klugheitsdilemma von Goethe oder endet nicht in der Selbststreichung und schlussendlich in der Selbstauslöschung des letzten Protokollsatzes eines Otto Neurath.

  6. Euklids Elemente mit seinen Definitionen, Postulaten, Axiomen und Sätzen sind nützlich.

  7. Der Mensch ist das Maß aller Dinge.

Vorerst hat Malerei, Tanz, Fußball, Kochen, Schreiben, Singen, Fahrradreparieren nichts mit Kunst zu tun.

Die Kunst-Perspektive kann konstruktiv als auch destruktiv sein. Auf jeden Fall wird der Begriff marktschreierisch eingesetzt. Wer sich reinlegen lässt, ist selbst schuld. Aus einer Tradition heraus ergibt sich das Verhalten, das Kunst akzeptiert wird oder senst eben toleriert wird. Die Möglichkeit des Kopfschüttelns wird einem nicht gegeben, aus strategischen Erwägungen. Am eindeutigsten ist mir der Fußball-Kunstbegriff.

Dem Gebrauch vom wohlfahrtsstaatlichen Kunstbegriff kann ich nichts abgewinnen. Wenn man Menschen helfen will, sollte man das weder durch die künstlerische noch rechtliche oder religiöse Hintertür tun. Wieso kann man nicht direkt helfen? Politische Alibi-Aktionen braucht es nicht. Im Endeffekt ist Kunst und Recht, Kunst und Theologie, Kunst und Politik unvereinbar.

Ich mag den Typus nicht, der sich anstatt zu schämen mich veräppelt. Man kann einem die gesellschaftliche Verantwortung nicht abnehmen. Einerseits ist Kunst zu unwichtig aber zu wichtig mit dem Begriff eine babylonische Sprachverwirrung anzurichten.

Wer keinen Kartoffelsalat kann, ist kein Koch, so in Österreich!

Ja, und die Kunst ist immer schon in der Krise. Nicht erst seit den Diskussionen zu den derzeitigen Preisverleihungen. Und Alfred Nobel hat gut daran getan, die Mathematik nicht als Preis-Kategorie zuzulassen, weil Mathematik mehr mit Kunst zu tun hat, über die eben nicht geurteilt werden kann.

Ich bin zuversichtlich, dass sich der Unterricht durch das Internetangebot stark verbessert. Nicht weil das Angebot besser wird, sondern die Abwendung vom dogmatischen Vortrag ermöglicht wird, und eine bessere Alternative zulässt! Zu schlagen ist der Unterricht nur durch eine Schule mit Persönlichkeiten.

Eine Mode ist, den Kreativitäts-Begriff zu zelebrieren. Und ich bin immer wieder verblüfft, wie alle mögliche Schemen angeboten werden. Wenn ich aber eine Aporie vorbringe endet die Diskussion in Ratlosigkeit. Diejenigen, die sich mit Kreativität auskennen, benutzen das Argument nicht! Kreativität liefert keine Lösungen!

Nachsatz: Wenn schon über den Nobelpreis diskutiert wird, dann soll es erlaubt sein, Albert Einstein postum den Literaturnobelpreis zu verleihen.

1. 6. 2000, 60x80 cm, Öl auf Leinwand

Blick von Krummnußbaum an der Donauuferbahn über die Donau zum Ötscher.

 

Tulpen, 2014, 24x18 cm

 

 

Büste, Steinguss bronziert, 2005