Vorerst hat Malerei, Tanz, Fußball, Kochen, Schreiben, Singen, Fahrradreparieren nichts mit Kunst zu tun.

Die Kunst-Perspektive kann konstruktiv als auch destruktiv sein. Auf jeden Fall wird der Begriff marktschreierisch eingesetzt. Wer sich reinlegen lässt, ist selbst schuld. Aus einer Tradition heraus ergibt sich das Verhalten, das Kunst akzeptiert wird oder senst eben toleriert wird. Die Möglichkeit des Kopfschüttelns wird einem nicht gegeben, aus strategischen Erwägungen. Am eindeutigsten ist mir der Fußball-Kunstbegriff.

Dem Gebrauch vom wohlfahrtsstaatlichen Kunstbegriff kann ich nichts abgewinnen. Wenn man Menschen helfen will, sollte man das weder durch die künstlerische noch rechtliche oder religiöse Hintertür tun. Wieso kann man nicht direkt helfen? Politische Alibi-Aktionen braucht es nicht. Im Endeffekt ist Kunst und Recht, Kunst und Theologie, Kunst und Politik unvereinbar.

Ich mag den Typus nicht, der sich anstatt zu schämen mich veräppelt. Man kann einem die gesellschaftliche Verantwortung nicht abnehmen. Einerseits ist Kunst zu unwichtig aber zu wichtig mit dem Begriff eine babylonische Sprachverwirrung anzurichten.

Wer keinen Kartoffelsalat kann, ist kein Koch, so in Österreich!

Ja, und die Kunst ist immer schon in der Krise. Nicht erst seit den Diskussionen zu den derzeitigen Preisverleihungen. Und Alfred Nobel hat gut daran getan, die Mathematik nicht als Preis-Kategorie zuzulassen, weil Mathematik mehr mit Kunst zu tun hat, über die eben nicht geurteilt werden kann.

Ich bin zuversichtlich, dass sich der Unterricht durch das Internetangebot stark verbessert. Nicht weil das Angebot besser wird, sondern die Abwendung vom dogmatischen Vortrag ermöglicht wird, und eine bessere Alternative zulässt! Zu schlagen ist der Unterricht nur durch eine Schule mit Persönlichkeiten.

Eine Mode ist, den Kreativitäts-Begriff zu zelebrieren. Und ich bin immer wieder verblüfft, wie alle mögliche Schemen angeboten werden. Wenn ich aber eine Aporie vorbringe endet die Diskussion in Ratlosigkeit. Diejenigen, die sich mit Kreativität auskennen, benutzen das Argument nicht! Kreativität liefert keine Lösungen!

Nachsatz: Wenn schon über den Nobelpreis diskutiert wird, dann soll es erlaubt sein, Albert Einstein postum den Literaturnobelpreis zu verleihen.